Natürlich bestimmt der Markt den Preis, den ein Freiberufler mit seiner Arbeit erzielen kann. Damit es aber nicht allein der Markt ist, der hier Ausschlag gebend ist, werden regelmäßig Honorarempfehlungen herausgegeben.

Als Empfehlung gilt zum Beispiel für den Lektor, dass er für ein einfaches Korrektorat 32 Euro pro Stunde berechnen kann, für ein stilistisches Lektorat werden schon 42 Euro und mehr fällig. Werbelektoren können sogar ab 53 Euro pro Stunde berechnen, wobei dies sich mit dem Lektorieren von Fachbüchern deckt.
Auch, wie groß die berufliche Erfahrung des Freiberufler ist, spielt eine Rolle bei der Preisfindung.

Zudem sollte der Freiberufler bei Verhandlungen über sein Honorar immer davon ausgehen, dass sich auch sein Auftraggeber über die Empfehlungen kundig gemacht hat.
Die Honorarempfehlungen, die im Internet zu finden sind und von verschiedenen Verbänden herausgegeben werden, sind eine gute Richtlinie für den Freiberufler beim Finden seines eigenen Honorars.
Je nach Anspruch kann aber auch ein höheres Honorar vereinbart werden. Journalisten können für eine Titelstory in einer Tageszeitung bis zu 260 Euro erhalten, für einen zweispaltigen Text bei einer Zeitung mit einer Auflage von 25.000 aber nur 45 Euro.

Für eine Titelstory in einer Illustrierten oder Fachzeitschrift mit einer Auflage bis fünf Millionen Stück können für den Journalisten bis zu 1120 Euro gezahlt werden, für eine halbe Seite gibt es bei einer Auflage von 25.000 Stück immerhin noch etwa 100 Euro.
Natürlich muss immer bedacht werden, wie hoch der Anspruch des jeweiligen Auftrages ist und welche zusätzlichen Leistungen eventuell erbracht werden sollen.